Viele helfende Hände und noch viel mehr, herzlichen Dank dafür!

Am 03.09.2021 bei strahlendem Sonnenschein und fast wolkenlosem Himmel, machten wir uns gegen Abend auf den Weg zur Führung nach Trogen und erfuhren so manch spannende Geschichte über «Jahrhundert der Zellweger».

Viele tolle Einblicke wurden uns gewährt in den zwei verschiedenen Häusern und Räumen, man ist aus dem Staunen fast nicht mehr herausgekommen. Der Salon in der Zellweger-Wohnung im zweiten Obergeschoss geprägt durch ein grosses Familienporträt mit Johann Caspar Zellweger-Gessner als 40-jährigem „pater familias“ im Zentrum, gemalt von David Sulzer, einem Schüler von Jacques Louis David in Paris, 1809, beeindruckte uns sehr. Auf was für Detail der Maler doch achtete und in das Bild einbrachte, einfach nur zum Staunen.

Wir befanden uns in der Wohnung von Johann Caspar Zellweger-Gessner (1768–1855) er leitete schon als 17-Jähriger die Zellweger’sche Niederlassung in Lyon und war 1790–99 Geschäftsführer in Genua. Im Alter von 40 Jahren zog er sich aus dem Geschäft zurück. In der Folge wurde er zu einem der wichtigsten Vertreter des Schweizerischen Philanthropismus und als solcher Mitbegründer gemeinnütziger Gesellschaften. Für seine Verdienste als Geschichtsschreiber wurde er zum Ehrendoktor der Universität Bern ernannt. 1821 war er Mitinitiator bei der Gründung der Sparkasse Trogen und des Knabeninstituts in der Nideren, der späteren Kantonsschule. Er gründete die Armenschule Schurtanne in Trogen und gab den Anstoss zur Gründung der Erziehungsanstalt Bächtelen bei Bern. Zwischen 1822 und 1833 war er Eidgenössischer Zollrevisor.

Spannend war aber auch was beim Bau der Häuser vor so langer Zeit überlegt wurde? Man fühlte sich immer wieder wie im Süden und nicht mitten in Trogen. Nach einer wirklich tollen Führung und bepackt mit vielen Eindrücken machten wir uns auf den Weg ins kath. Pfarreizentrum Bendlehn, dort erwartete uns bereits ein feines Nachtessen und anschliessend wurden wir noch, von einer in der Coronazeit gegründeten Band, musikalisch unterhalten.

Anschliessend gab es viel zu erzählen und wir erfreuten uns an dem gelungenen Anlass. Bis nächstes Jahr, wenn es wieder heisst «Herzliche Einladung zum Freiwilligenabend».

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